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02.05.2013, 20:11 Uhr | Mirko Krawczyk, Pressesprecher Übersicht | Drucken
Kein Tag der Befreiung

8. Mai 1945 – Rückblick


Am 8. Mai 1945 trat die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht in Kraft. Der zweite Weltkrieg war damit für die Deutschen vorbei. Gleichwohl war dieser Tag für die meisten Menschen in Ost- und Mitteldeutschland kein Tag der Befreiung, kein Tag der Freude oder der Zuversicht.

In den letzten Kriegstagen war insbesondere die Lage jener, die aus Ostpreußen, Pommern, Schlesien, Ostbrandenburg und dem Sudetenland vertrieben wurden, geradezu hoffnungslos. Millionen von Landsleuten verloren nicht nur ihr Hab und Gut. Sie verloren ihre Heimat und viele auch ihr Leben.
Großes Leid erfuhren auch unzählige deutsche Frauen und Mädchen, die  während der "Befreiung" von Angehörigen der Roten Armee vergewaltigt wurden. Sowjetische Hasspropaganda und eigene leidvolle Erfahrungen der Soldaten führten wohl dazu.
Als der Frieden in Mitteldeutschland schließlich Einzug gehalten hatte, mussten die Menschen weiter in Angst und Unterdrückung leben. In der sowjetischen Besatzungszone wurde die nationalsozialistische Diktatur nahtlos abgelöst durch die Tyrannei unter dem roten Stern. Wer sich den neuen Machthabern nicht beugen wollte, wurde hingerichtet, nach Russland zur Zwangsarbeit deportiert oder verschwand ohne vorheriges Gerichtsverfahren hinter Stacheldraht. Die sowjetischen Machthaber nutzten die nationalsozialistischen Konzentrationslager einfach weiter. Sie blieben auch unter der Sowjetherrschaft Orte des Schreckens, der Erniedrigung und des Todes. So verloren beispielsweise mehr als 7000 Menschen ihr Leben im Speziallager Nr. 2, dem vormaligen KZ Buchenwald. Rund 12000 Menschen starben qualvoll im ebenfalls weiter betriebenen KZ Sachsenhausen.

Wir gedenken dieser Tage all der Coswiger, die als Soldaten oder Zivilisten ihr Leben verloren in diesem sinnlosen Weltkrieg. Unsere Gedanken sind auch bei denen, die nach dem Krieg in Coswig eine neue Heimat fanden, da sie aus ihrer alten vertrieben wurden. Und wir gedenken derer, die entweder im Widerstand gegen die rote Diktatur oder auf der Flucht vor ihr den Tod fanden.



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